VERANSTALTUNGEN

Unter dem Motto „Vielfalt gestalten!“ organisiert das ZIM in Kooperation mit unterschiedlichen Partnern seit 2008 Veranstaltungen zur Entfaltung von Vielfalt und Weltoffenheit in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Initiativen des ZIM bündeln Ideen und erzeugen Synergien zwischen einzelnen Personen, Gruppen und Organisationen.


Diversity Stammtisch 2019

Am 3. Juli 2019 vernetzten sich auf dem Breminale Diversity Stammtisch By Christel 50 Gäste,

darunter ehemalige Preisträger*innen, Repräsentant*innen aus der Trägergemeinschaft, Netzwerkpartner*innen, 360° Diversity Agent*innen und Interessierte. Besonderes Highlight: 30 Gäste aus europäischen Partnerstädten im Projekt „Vote 4 Your Europe“ und dem „Digital Impact Lab Bremen“ diskutierten über Vielfalt und Demokratie.

Andrea Schreiber, Leitung Anlauflogistik & Leadwerk C-Klasse (SC/C AL) und Diversity Beauftragte des Mercedes-Benz Werk Bremen begrüßte das Diversity Stammtisch Publikum und rief zur Teilnahme am Diversity Wettbewerb auf. Katrin Nissel, ZIM, HSB, stellte die Bewerbungskriterien vor und beriet einige Interessierte.

Im Gespräch mit den Gästen des Projektes „Vote for Europe“, das von Katrin Nissel (ZIM) und Martin Koplin (M2C Institut) moderiert wurde, ging es auch um die Repräsentanz von Menschen verschiedener kultureller Hintergründe in Non-Profit und Wissenschaftseinrichtungen, um die Notwendigkeit von Gesetzen für die Herstellung von Chancengleichheit.

Auf dem Bremer Diversity-Stammtisch treffen sich einmal jährlich Menschen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Kultur, Politik und Medien zum Austausch über den konstruktiven Umgang mit Vielfalt. Inmitten eines inspirierenden Kunst- und Kulturprogramms auf der Breminale bietet der Bremer Diversity Stammtisch die Möglichkeit, in ungezwungener Atmosphäre Fragen rund um Diversity-Management zu stellen, mit Expertinnen und Experten zu diskutieren und eigene Projekte vorzustellen.
Auch werden die Gäste über Bewerbungskriterien und Auswahlverfahren informiert. Seit 2011 findet der Bremer Diversity Stammtisch auf der Breminale statt.

 

Praxisforum Diversity

Der Erfolgsfaktor „Vielfalt in der Arbeitswelt“ für Inhaber*innen, Führungskräfte, Personalverantwortliche

Erstmals im Juni 2019 bot die Hochschule Bremen gemeinsam mit dem Mercedes-Benz Werk und der Trägergemeinschaft des Bremer Diversity Preises ein weiteres Veranstaltungsformat an: Das Praxisforum Diversity. Das Praxisforum Diversity richtet sich an Inhaber*innen, Führungskräfte, Personalverantwortliche, Diversity Beauftragte, die Vielfalt in der eigenen Organisation strategisch gestalten und weiterentwickeln wollen. Fachlicher Austausch mit Expert*innen und Vernetzung stehen dabei im Vordergrund. Aus Sicht von Unternehmen und Organisationen wird das Thema Vielfalt aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Kulturelle Vielfalt, Generationenmanagement, Wissenstransfer, Rolle der Frau, Digitalisierung / Künstliche Intelligenz, neue Arbeitsmodelle gilt es in der Organisation zu verankern. Das Praxisforum Diversity bietet die Möglichkeit, sich mit Herausforderungen, Gewinn und Nutzen von Diversity-Management auseinanderzusetzen. Außerdem wird diskutiert, wie der Organisationswandel gestaltet werden und gelingen kann. Voraussichtlich findet das nächste Praxisforum im Sommer 2020 statt.

 

Für mehr Informationen: http://diversity-preis-bremen.de/praxisforum/

Vortrag des brasilianischen Journalisten Jean Wyllys

- über Fake News und Hassreden vor über 120 Gästen an der Fakultät Wirtschaft der HSB

„Helden sind keine Märtyrer. Als Toter kann ich nichts ausrichten“, mit diesen Worten  verließ Jean Wyllys auf Grund von Morddrohungen im Januar 2019 Brasilien und ist damit der erste politische Exilant unter der Regierung des rechtsgerichteten Präsidenten Jair Bolsonaro. Der Brasilienbeauftragten Katrin Nissel gelang es gemeinsam mit der Biologieprofessorin Glícia Calazans den berühmten Dissidenten an die Hochschule Bremen einzuladen. Wyllys sprach am 11. Juni vor über 120 Gästen über die „Auswirkungen von Fake News und Hassreden auf die Wahrnehmung von Minderheiten, auf Wahl- und Entscheidungsprozesse – der Fall Brasilien“; zudem gab er Einblicke in neueste Erkenntnisse über die Verquickung des derzeitigen Justizministers Sergio Moro in den Fall der Operação Lava Jato, „Operation Hochdruckreiniger“, ein Polit-Skandal um den Ölkonzern Petrobras sowie verschiedene Bauunternehmen und Parteien.

Für Mehr Information: http://www.hs-bremen.de/internet/de/einrichtungen/fakultaeten/f1/aktuelles/

Artikel über die Veranstaltung im Weser Kurier: https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-menschenrechtler-ueber-fake-news-und-social-media-_arid,1838831.html

"Vielfalt braucht Gemeinsamkeit"

Diversity Tafel 2019 auf dem BLG LOGISTICS Gelände

100 Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Kultur, Medien und Politik tafelten am 28. Mai 2019 bei BLG LOGISTICS. Thematischer Fokus war die Vermittlung gemeinsamer Werte, damit Vielfalt im Unternehmen positiv genutzt werden kann. Auf der 12. Diversity Tafel fiel auch der Startschuss für den Diversity Wettbewerb. BLG LOGISTICS stellte auf der Tafel dar, wie die konstruktive Nutzung von Vielfalt Gemeinschaft stärkt und gemeinsame Werte Zusammenhalt schaffen. Nach der Begrüßung durch Dieter Schumacher, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor der Bremer Lagerhaus-Gesellschaft (BLG LOGISTICS), sprach Andreas Hoetzel, Leiter Unternehmenskommunikation der BLG, über Strategien zur Verankerung von Unternehmenswerten.

 

Für mehr Informationen: http://diversity-preis-bremen.de/diversity-tafel/

Symposium in der Kunsthalle

Die Bremer Stadtmusikanten: Diversity als Standortfaktor für Bremen

Am 3. April 2019 organisierte das Zentrum für Interkulturelles Management & Diversity der Hochschule Bremen in Kooperation mit der Diversity Preis Trägergemeinschaft und der Kunsthalle Bremen ein öffentlichen Symposium über die Bedeutung von Vielfältigkeit, Mut und Weltoffenheit für die Stadtkultur Bremens. Die Bremer Stadtmusikanten, deren 200-jähriges Jubiläum in der Ausstellung Tierischer Aufstand in der Kunsthalle gefeiert wurde, boten dabei den Anlass, Fragen über eine diverse und tolerante Stadtgesellschaft zu stellen.

Die Vielfalt kultureller Angebote, der Perspektivenreichtum verschiedener Bevölkerungsgruppen, die Internationalität von Unternehmen und nicht zuletzt die Offenheit der Menschen, wirken sich auf die Attraktivität einer Stadt und einer Region entscheidend aus. Die daraus entstehende Anziehungskraft spielt eine große Rolle bei der Entscheidung, wo Menschen heute leben möchten. Kulturelle Vielfalt und ein wertschätzendes Miteinander werden damit zu entscheidenden Standort- und Wirtschaftsfaktoren.

Im Hinblick auf die Hansestadt Bremen stellten wir uns deshalb folgende Fragen: Wo spiegelt sich die kulturelle Vielfalt Bremens im Freizeitangebot, im Personal von Unternehmen sowie Kultureinrichtungen und auch bei den Kund*innen bzw. Nutzer*innen wieder?  Wer gestaltet die vielfältige Stadtgesellschaft mit? Und wie kann die Hansestadt Bremen ihr diverses Profil als Standortvorteil sichtbar machen? Darüber diskutierten wir mit Expert*innen aus Kunst, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft.

(Fotos von Gennady Kuznetsov)

Argumentationstraining gegen Stammtischparolen

"Die Flüchtlinge bekommen hier alles umsonst"

Im März veranstaltete das ZIM an der Hochschule Bremen ein Argumentationstraining gegen Stammtischparolen mit Prof. Dr. Klaus-Peter Hufer, Politologe und Erwachsenenbildner an der Universität Duisburg-Essen.

„Stammtischparolen“, das ist ein Stellvertreterbegriff für im Alltag aufkommende aggressive, zugespitzte, ausgrenzende und diskriminierende sowie schlagwortartig vorgebrachte Äußerungen.

Das Ziel des Trainings war, jenen, die im Alltag mit solchen Parolen umgehen müssen, die Möglichkeit zu geben, eigene Positionen argumentativ – auch gegen Widerstände – vertreten zu lernen.

Im Argumentationstraining gegen Stammtischparolen wurden populistische politische Äußerungen, Schlagwörter und Parolen auf ihre emotionale Wirkung, ihren inhaltlichen Kern, die Gründe ihres Aufkommens, ihre politischen und gesellschaftlichen Konsequenzen sowie eventuelle Gegenstrategien hin überprüft.

In Rollenspielen wurden die Parolen diskutiert, die am meisten herausfordern und provozieren. Anschließend wurden die Gespräche ausgewertet, und es wurden wirkungsvolle Handlungsmöglichkeiten und Reaktionsweisen sowie argumentative und inhaltliche Gegenpositionen gesucht bzw. ausprobiert.

Die Verleihung des Bremer Diversity Preises 2018

Der Diversity Preis will das Bewusstsein dafür schärfen,

dass sich Diversity-Management als Unternehmensstrategie lohnt und speziell für Organisationen in der Nordwestregion Anreize schaffen.
Ziel ist es, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Projekte auszuzeichnen, die Unterschiede, Eigenheiten und Talente in der eigenen Organisation oder im Team nutzen, die sich erfolgreich für eine Kultur der Vielfalt einsetzen, einen Umgang pflegen, der von gegenseitiger Anerkennung und Wertschätzung geprägt ist.
Jedes Jahr wird auch eine Diversity Persönlichkeit ausgezeichnet. Vorschläge werden vom Zentrum für Interkulturelles Management & Diversity angenommen. Es sollte eine Person des öffentlichen Lebens sein, die sich überzeugend für Diversity einsetzt. Das Engagement der Diversity Persönlichkeit sollte in hohem Maß dazu beitragen, Vielfalt in der Gesellschaft oder im Arbeitsleben zu fördern. Ihr Einsatz sollte eine große Wirkungskraft in Bremen, der Nordwestregion oder überregional entfalten.

Bewegte Bilder zum 20. Jubiläum des ZIM

Das ZIM ist 20 geworden!

Am 29.11. feierten über 100 Freunde und Freundinnen des Zentrum für Interkulturelles Management & Diversity im Staffelgeschoss am Neustadtswall das 20-jährige Jubiläum des Instituts.

Bei leckerem Essen und Getränken und untermalt von der Musik von insan popular des Kulturladen Huchting führte Claudius Joecke durch den Abend . Er ließ die 20 jährige Geschichte des ZIM anhand von kleinen Statements verschiedener Protagonist*innen aufleben. So kamen sowohl die Gründer des Instituts zu Wort als auch Trainer*innen, Mitglieder, Partner*innen, Teilnehmende und Studierende. Um Mitternacht klopfte der Nachtwächter an, so dass der DJ die Musik ausmachen musste. Jetzt freut sich das ZIM auf die nächsten 20 Jahre!


Einlass Foto: Joana Balden

Stimmung zu Beginn - Foto: Joana Balden

Stimmungsbild Vortragsraum Foto: Joana Balden

Stimmungsbild Vortragsraum - Foto: Joana Balden

Stimmungsbild Publikum II Foto: Joana Balden

Stimmungsbild Publikum - Foto: Joana Balden


Redebeitrag Foto: Joana Balden

Redebeitrag I - Foto: Joana Balden


Redebeitrag II Foto: Joana Balden

Redebeitrag II - Foto: Joana Balden

Bandauftritt Foto:Joana Balden

Bandauftritt insan popular - Foto: Joana Balden

Musik Milad Müller Foto: Joana Balden

Musik von Milad Müller - Foto: Joana Balden

Verbaler Diskurs Foto: Joana Balden

Verbaler Diskurs - Foto: Joana Balden

Diversity Stammtisch 2018

Austausch, Diskussion und Ratespiel auf der Breminale!

Bremen, 36° im Schatten. Bei sengender Hitze fanden sich am 26. Juli 2018 ca. 40 Diversity-Interessierte, darunter ehemalige Preisträger*innen, Repräsentant*innen aus der Trägergemeinschaft, Netzwerkpartner*innen sowie einige Neugierige am Stand by Christel zum Diversity Stammtisch auf der Breminale ein. In entspannter Atmosphäre wurden Diversity-Projekte wie Maßnahmen vorgestellt. So betonte beispielsweise Dieter Schumacher, Mitglied des Vorstands der BLG Logistics, die den Preis 2017 gewann, dass die Förderung von Frauen mehr denn je im Fokus stünde. Zwei Bremer Institutionen, die die Ausschreibung der Kulturstiftung des Bundes, „360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“, in Form einer Diversity-Beauftragten in Vollzeit für 4 Jahre gewonnen haben, gaben Einblick in ihre Vorhaben: Matthias Timmlau, Leiter Sponsoring und Fundraising an der Kunsthalle Bremen, will erreichen, dass sich die Vielfältigkeit der Stadtgesellschaft mehr im Museum widerspiegelt. Ruth Hartmann, frisch eingestellte Projektmanagerin für Interkulturelle Bibliotheksarbeit und Diversity der Stadtbibliothek zeigte sich begeistert von dem, was in Bremen bereits zur Förderung von Vielfalt geschieht, und stellte kurz einige Ideen vor. Katrin Nissel, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Interkulturelles Management & Diversity (ZIM) an der Hochschule Bremen, forderte zur Teilnahme am Wettbewerb „Der Bunte Schlüssel: Vielfalt gestalten!“ auf. Bewerbungsschluss ist der 1. Oktober 2018. Wie gehabt und geliebt, präsentierte das ZIM der Hochschule Bremen ein Diversity Quiz, das jeder und jede gleich im Anschluss an diese Zeilen selbst ausprobieren kann.

http://diversity-preis-bremen.de/diversity-stammtisch/

Führen durch Vielfalt

Die Veranstaltung „Führen durch Vielfalt“ fand am 07. März 2018 um 18.00 Uhr im Mercedes-Benz Kundencenter statt.

Sie richtete sich an Vertreter_innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Es ging um Fragestellungen wie: „Was bedeutet Führen durch Vielfalt in Zeiten von Generation X, Y und Fachkräftemangel? Worauf müssen sich Unternehmen künftig einstellen und welche Chancen bietet Vielfalt?“.

Anhand von „Best Practice“ Beispielen wurde aufgezeigt, wie Diversity in unterschiedlichen Branchen gelingen kann. Carsten Stawitzki, Konteradmiral und Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr, hat den Impulsvortrag gehalten, Marco Bode, einer der fairsten Spieler der Bundesligageschichte und seit 25. Oktober 2014 Aufsichtsratsvorsitzender des SV Werder Bremen, war u. a. Gast auf dem Podium.

Ein Teil der Teilnahmegebühr wurde für gemeinnützige Zwecke gespendet


Vera Kuenzer zum Interview bei Buten und Binnen (Juli 2017)
"Argumente gegen Stammtischparolen und Populismus"

von Prof. Dr. Hufer (Juli 2017)


Diversity Preisträger Treffen & Diversity Tafel (Juli 2017)

Diversity Preisträger Vernetzungstreffen &
Diversity Tafel 2017 im ATLANTIC Grand Hotel Bremen!

Mit diesen beiden Aktionen beteiligte sich das Zentrum für Interkulturelles Management & Diversity der Hochschule Bremen zusammen mit dem Mercedes-Benz Werk Bremen und der neuen Trägergemeinschaft am 5. Deutschen Diversity-Tag, dem bundesweiten Aktionstag zur Förderung von Vielfalt.

Vernetzung an der Hochschule Bremen

Am Abend des 29. Mai vernetzten sich bei strahlendem Sommerwetter Diversity Preisträger_innen, Mitglieder aus Jury und Trägergemeinschaft im Garten vor dem Zentrum für Interkulturelles Management & Diversity auf dem Campus Werderstraße der Hochschule Bremen. Ehemalige Preisträger_innen der ersten Stunde, von 2010 an, bis hin zu den jüngsten Ausgezeichneten des Jahres 2016, berichteten über aktuelle Aktivitäten und Vorhaben rund um die konstruktive Nutzung von Vielfalt. Während das Mütterzentrum auf die Selbstermächtigung von Frauen mit Migrationsgeschichte und Fluchterfahrung in Osterholz-Tenever setzt, kümmert sich die Sikora AG stark um die Gesundheit aller Mitarbeiter_innen, um Internationalisierung und um die Nutzung der Erfahrung von Mitarbeitenden, die bereits im Ruhestand sind, sich aber in das Unternehmen einbringen möchten. Röhlig Logistics hat weiterhin Erfolg mit dem Austausch von Trainees aus aller Welt und motiviert Mitarbeitende, die Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu nutzen. Der Kulturladen Huchting hat jüngst ein Projekt entwickelt, bei dem sich Menschen unterschiedlicher Kulturen über Werte austauschen. Der Übersetzer, Musiker und Kulturmanager Gennady Kuznetsov, der den Preis 2011 für die Initiative KunstWelten im Dialog bekam, verbindet Musik und Lyrik, russische und deutsche Kulturen. Die Gewoba will Menschen mit Fluchterfahrung stärker in die Nachbarschaften integrieren. Das café brand, Preisträger 2016, wird – neben dem Café in Gröpelingen – in einem anderen Stadtteil einen Gastronomiebetrieb eröffnen. Somit wird das Konzept, wonach Menschen mit psychischen Erkrankungen, seelischen oder geistigen Behinderungen in flexiblen Arbeitsmodellen erwerbstätig sind, weitertragen. Libuse Cerna, Diversity Persönlichkeit 2015 sowie ehemaliges Jurymitglied und Yasemin Karakaşoğlu, Diversity Persönlichkeit wie Mitglied der Trägergemeinschaft betonten, wie stolz sie auf die Auszeichnung sind. Alle anwesenden Preisträger_innen waren sich darin einig, dass der „Bunte Schlüssel“ ihnen eine starke Öffentlichkeitswirkung beschert hat, sie motiviert wurden, weiterzumachen und es teilweise auf Grund des Preises leichter war, andere Förderungen zu erhalten.

Diversity Tafel 2017 im ATLANTIC Grand Hotel

Bei einem vielfältigen Programm – es gab einen Film über Internationalität im ATLANTIC Grand Hotel, Interviews mit Gastgeber_innen und Preisträger_innen 2016, Musik des bulgarischen Straßenmusikers Boyko, die Staffelübergabe an den Flughafen Bremen, sowie die feierliche Verabschiedung von Doris Heitkamp-König – tauschten sich die Gäste an langen Tafeln bei einem köstlichen Drei-Gänge-Menü aus. Ursula Carl, die Geschäftsführerin, und Markus Griesenbeck, CEO ATLANTIC Hotels, sprachen über die Potentiale kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit in der Hotelbranche: Der interkulturelle Dialog sei gelebte Realität. Der Erfolg des Unternehmens gehe Hand in Hand mit der Zufriedenheit der Mitarbeiter_innen. Dazu gehöre die Wertschätzung jedes Einzelnen sowie das Grundverständnis, dass gerade kulturelle Vielfalt in der Hotellerie ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein kann.
Das ATLANTIC Grand Hotel fördert die Arbeit in multikulturellen Teams, unterstützt Mütter und Väter bei der Wiedereinfindung in ihren Arbeitsalltag, bietet Menschen mit Fluchterfahrung neue Perspektiven in qualifizierten Ausbildungsberufen. „Wir leben Diversity Management mit großem Engagement und das Tag für Tag“, so Markus Griesenbeck. Ursula Carl erzählte beispielhaft von einer Mitarbeiterin aus dem Service, die eine Freistellung dafür bekommt, dass sie anderen Deutsch vermittelt.
Prof. Dr. Jutta Berninghausen, ZIM Hochschule Bremen, und Doris Heitkamp-König, Leiterin Mercedes-Benz Kundencenter Bremen, erzählten, worauf Organisationen achten sollten, wenn Sie sich um den Bremer Diversity Preis „Der Bunte Schlüssel: Vielfalt gestalten! 2017“ bewerben wollen. Die kulturelle Vielfalt Bulgariens machte der Straßenmusiker Boyko mit Liedern türkischer, bulgarischer und aus der Roma-Musiktradition hörbar. Die bunte Diversity Schürze wurde symbolisch an Florian Kruse, Flughafen Bremen, übergeben, Gastgeber der Diversity Tafel 2018.
Die Diversity Tafel bietet einmal im Jahr einen Raum zum Diskutieren, Hinterfragen, zur Auseinandersetzung mit Vielfalt und Unterschiedlichkeit. Der Ort, die Themen, Gastgeber_innen und Gäste wechseln von Tafel zu Tafel.

http://diversity-preis-bremen.de/diversity-tag-2017/


The Act Of Living (März 2017)

Mehr als 70 Gäste, darunter zahlreiche Indonesier*innen, besuchten die Eröffnung der Ausstellung "The Act of Living", die noch bis zum 31. März 2017 in der Mensa der Hochschule Bremen, Campus Neustadtswall 30 zu sehen ist.

Gezeigt werden Porträts von Überlebenden der systematischen Gewalt gegen Frauen während der antikommunistischen  Massenmorde und -verhaftungen in Indonesien 1965. Konzipiert und organisiert wurde die Ausstellung vom Zentrum für Interkulturelles Management & Diversity mit zahlreichen Kooperationspartner*innen (siehe unten).

Die antikommunistischen Massenmorde in Indonesien, denen Mitte der 1960er Jahre hunderttausende Menschen zum Opfer fielen, zählen zu den furchtbarsten Verbrechen des 20. Jahrhunderts. Während der gewaltsamen Zerschlagung progressiver sozialer Bewegungen durch Militär und Milizen fand auch eine gezielte und systematische Vernichtung und Verfolgung von Frauen statt. Die geschlechtsspezifischen Aspekte der Gewalt werden bis heute wenig beachtet.

Mit der Ausstellung „The Act of Living“ soll diesbezüglich eine Lücke geschlossen werden. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Porträts weiblicher Überlebender der Massaker.

Die Fotografien von Anne-Cecile Esteve zeigen Frauen, die Opfer gewaltsamer Verfolgung, Folter und Haft geworden sind. Anne-Cecile Esteve porträtiert die Überlebenden in ihrem heutigen Lebensumfeld und zieht damit die Aufmerksamkeit des Betrachters auf die „Kunst des Überlebens“ (The Act of living).

Den einführenden Vorträgen von Prof. Jutta Berninghausen (ZIM), Ulrike Hauffe (Landesfrauenbeauftragte) und Basilisia Dengen (Watch Indonesia!) folgte ein vielfältiges, informatives kulturelles Programm mit Anett Keller (Lesung) und dem Saraswati Ensemble Hannover (Tanz und Musik). Anschließend war Gelegenheit die großformatigen Fotos der Frauen zu betrachten und sich bei indonesischen Snacks zu stärken. Zum Abschluss wurde der Film Api Kartini gezeigt, der indonesische Frauen auf ihrem Weg zu den Gefängnissen, Orte ihrer früheren Folter und Qual, begleitet. Silke Behl (Radio Bremen) trug durch ihre kompetente, empathische Moderation ebenfalls zu dem gelungenen Abend bei.

Veranstalter ist das ZIM, Zentrum für Interkulturelles Management & Diversity der Hochschule Bremen, in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Hochschule Bremen, Watch Indonesia!, der Südostasien-Informationsstelle, dem Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung, mit Umverteilen –Stiftung für eine, solidarische Welt, mit dem Indonesischen Diaspora Verein Bremen,  AJAR (Asia Justice and Rights) sowie dem Weltladen Bremen.


Culture Sharing (Okt. 2016)

Kultur teilen und mitteilen, das ist die Idee der Veranstaltung, die das Zentrum für Interkulturelles Management & Diversity (ZIM) am 25.10.2016 im kukoon in der Bremer Neustadt durchgeführt hat.

90 Menschen nahmen teil. Die Hälfte der Teilnehmenden lebt schon sehr lange in Bremen und die andere Hälfte ist durch Flucht oder Neuzuwanderung erst wenige Monate oder Jahre in Bremen. Zum Auftakt der Veranstaltung teilten Farhan Hebbo, der im vergangenen Jahr aus Syrien nach Bremen geflohen ist und Arso Gürtekin, die als Kind mit ihren Eltern aus Afghanistan nach Bremen kam, einige Gedanken und Erlebnisse zum Thema Kultur mit allen Anwesenden. Anschließend tauschten sich die Teilnehmenden zuerst in kulturell gemischten Zweierteams, dann in Kleingruppen über Kultur und kulturelle Werte, Heimat und Freunde, Gemeinsamkeiten und Unterschiede aus. Intensive Dialoge und Sprachenvielfalt belebten den Raum. Durch viele freiwillige Übersetzer_innen stellte die Kommunikation auf Farsi, Arabisch, Deutsch, Kurdisch und Englisch keine Barriere beim Austausch dar. Studierende des Internationalen Studiengangs „Angewandte Wirtschaftssprachen Arabisch“ der HSB brachten ihre arabischen Sprach- und Kulturkenntnisse mit ein und unterstützen in vielen Dialogen. Menschen, die im Alltag auf Grund der Sprachbarriere nicht miteinander reden können, hatten dadurch an dem Abend einen regen Austausch miteinander. Das Ziel der Veranstaltung, mit der Dialogmethode fremde Menschen in kurzer Zeit zu einem intensiven Austausch über Kultur zu bringen, dadurch andere Perspektiven kennenzulernen und Vorurteile abzubauen, wurde erreicht. Zum Schluss genossen alle zusammen noch die „Sehnsuchtslieder von der Gegenküste“ Musik von Geflüchteten und Frauke Wilhelm und Nomena Struß des Golden City Projekts aus Bremen. Die Moderator_innen der Veranstaltung, Gudrun Zimmermann und Anas Al Shouhif, bekamen viele positive Rückmeldung von Geflüchteten und Zugewanderten, Zugezogenen und Einheimischen zu dem Abend und dem intensiven Austausch.

Die Veranstaltung wurde im ZIM evaluiert und wird zukünftig in folgenden Dialogveranstaltungen weiterentwickelt.


Diversity Tafel im Weser-Stadion (Juni 2016)

Bereits zum neunten Mal fand die Bremer Diversity Tafel statt und stand dabei unter dem Motto „WERDER BEWEGT mehr als 90 Minuten“. Die Besonderheit an der gestrigen Tafel: Zum ersten Mal in diesem Jahr wurde der Bremer Diversity Preis um den Förderwettbewerb „Diversity Idee des Jahres“ erweitert.

"Wir sind sehr stolz, dass wir mit WERDER BEWEGT als Gastgeber unsere Arbeit präsentieren können und uns mit vielen Bremer Unternehmen bei Themen wie der sozialen Verantwortung von Firmen, gelebter Vielfalt und Chancengleichheit im Alltag noch enger vernetzen können.“ (Saskia Puls) Mit diesen Worten blickte Werders Geschäftsführer und Vereinspräsident Dr. Hubertus Hess-Grunewald bereits vor einer Woche zuversichtlich auf die Diversity Tafel 2016, welche am gestrigen Abend im Weser-Stadion ausgetragen wurde.

Rund 200 geladene Gäste aus Unternehmen, Politik, Wissenschaft, Kultur und Medien reisten in die Heimspielstätte der Grün-Weißen und verfolgten die Diversity Tafel. Der diesjährige Gastgeber WERDER BEWEGT – LEBENSLANG lud zu Speis und Trank in den VIP-Ost-Bereich des Stadions ein und präsentierte ein rund fünfstündiges Programm. 

"Diversity Idee des Jahres 2016"

Bereits zum neunten Mal fand die Bremer Diversity Tafel statt und stand dabei unter dem Motto „WERDER BEWEGT mehr als 90 Minuten“. Die Besonderheit an der gestrigen Tafel: Zum ersten Mal in diesem Jahr wurde der Bremer Diversity Preis um den Förderwettbewerb „Diversity Idee des Jahres“ erweitert. Dieser Wettbewerb soll innovative und integrierende Ideen von Kleinprojekten in der Entstehungsphase und bei der Realisierung unterstützen. Die Preisverleihung der „Diversity Idee des Jahres 2016“ war ebenfalls Bestandteil des vielfältigen Programms.

Die Finalisten des neueinberufenen Förderwettbewerbs waren zum einen die „Bremer Medienscouts“ und zum anderen der „Potential Pool“.  Das Projekt „Bremer Medienscouts“  wurde bereits Anfang des Jahres ins Leben gerufen und verfolgt das Ziel, geflüchteten Jugendlichen die Medieninfrastruktur Bremens näherzubringen.  Der „Potentail Pool“ hingegen setzt auf die Internet-Plattform Xing und möchte durch diese die Kontaktmöglichkeiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitsnehmern mit Fluchthintergrund erleichtern.

Den Auftakt der Veranstaltung machte eine Reihe von Begrüßungsworten, bei denen neben Staatsrätin Ulrike Hiller, Doris Heitkamp-König vom Mercedes-Benz Werk Bremen und Prof. Dr. Jutta Beringhausen von der Hochschule Bremen auch Werders Geschäftsführer und Vereinspräsident Dr. Hubertus Hess-Grunewald das Wort an die Gäste richtete. Er erläuterte unter anderem die Projekte SPIELRAUM und „Bleib am Ball“ von WERDER BEWEGT - LEBENSLANG an und machte deutlich, wie wichtig es ist, Jugendlichen mit Fluchterfahrung eine sportliche Heimat zu bieten.

WERDER BEWEGT- Botschafter Tjalf Hoyer führte durch den Abend und konnte gleich mehrere Highlights verkünden. So trat zum Beispiel Kabarettist und Musiker Pago Balke zusammen mit mehreren minderjährigen Geflüchteten auf und präsentierte den Song „Zollhaus-Boys“. Anschließend wurde die „Diversity Idee des Jahres 2016“ durch Frau Heitkamp-König und Frau Berninghausen ausgezeichnet. Die Idee des „Potential Pools“ konnte sich schließlich knapp gegen die „Bremer Medienscouts“ durchsetzen und erhielt die begehrte Auszeichnung. Eine weitere Besonderheit des Abends: Der 100%-Partner, das Berufsbildungswerk Bremen, verkaufte und präsentierte im Laufe des Abends selbst hergestellte Produkte und beantwortete eine Vielzahl von Fragen. Den Schlusspunkt der Veranstaltung machte die Staffelübergabe an Ursula Carl vom Atlantic Grad Hotel Bremen, wo im Jahr 2017 die Diversity Tafel ausgerichtet wird.