Projekte Stadt

1. NEU: Corona Kindertelefon - Student*innen der Hochschule unterstützen geflüchtete Kinder

Jasmin kann schon wochenlang nicht in die Schule gehen, Muzun lebt mit ihren Eltern und sieben Geschwistern noch in zwei Zimmern eines Bremer Übergangswohnheimes und Tajuddin hat seit dem Lock-down kein Wort Deutsch gesprochen, obwohl er bald seinen Schulabschluss machen will.

Wochenlang keine Schule und im Wohnheim ohne Kontakt nach draußen mit der Familie auf kleinstem Raum leben – so sah bis vor Kurzem der Alltag für alle   Kinder aus, die z.B. aus Syrien oder Afghanistan nach Bremen gekommen sind und die Pandemie nun hier erleben.

Mit dem Corona Kindertelefon hat sich das geändert: koordiniert vom ZIM treffen sich nun ehrenamtliche Studentinnen der Hochschule regelmäßig zum Videochat oder persönlich mit Jasmin, Muzun und Tajuddin und das macht beiden Seiten viel Spaß. Mal sind es Hausaufgaben, mal sind es Frühlingslieder und mal Lügengedichte – die Kinder genießen die wöchentlichen Stunden, die sie alleine für sich haben und bei denen sie viel von ihren großen „Freund*innen“ lernen können.

In der Zwischenzeit hat es mit den ersten Lockerungen auch schon persönliche Treffen gegeben und mit den Sommerferien vor der Tür macht das Treffen mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen wieder neu viel Sinn.

WER HAT LUST MITZUMACHEN?

Die Häufigkeit der Treffen bestimmt Ihr selbst in Absprache mit den Kindern, Beratung und Austausch mit anderen „großen Brüdern und Schwestern“ gibt’s bei Bedarf den ganzen Sommer.

Projektleitung:

Vera Kuenzer
Fakultät 1
Werderstraße 73
28199 Bremen
Raum B37

Tel.: +49 (0)421 – 5905-4412
E-Mail: vera.kuenzer@hs-bremen.de

2. „Neues Leben in Bremen“

Interkulturelle Gesprächskreise für neue Bremerinnen und Bremer mit ihren Familien

Viele der Menschen, die im Sommer 2015 nach Bremen kamen, hatten vielleicht einen Plan für ihre Flucht aus Krieg und Hoffnungslosigkeit, aber keinen Plan für das Leben in Deutschland.

Nun stellen viele fest, dass sie zwar Frieden und Sicherheit gefunden haben, aber nicht oder nur un -zureichend auf das Leben in Deutschland vorbereitet waren. Mal sind es ganz offensichtlich andere Wertvorstellungen, die Fragen aufwerfen, mal sind es die ungeschriebenen Regeln des Alltags, die man nicht versteht oder die verunsichern. In den Familien verschieben sich v.a. durch die Arbeitslosigkeit der Männer alte Muster und bei der langsamen Integration in die Bremer Nachbarschaft entsteht immer mehr ein Bedürfnis nach Fragen, Orientierung und neuem Halt.

Mit interkulturellen Gesprächskreisen im Stadtteil möchte das Projekt "Neues Leben in Bremen"  neuen Bremerinnen und Bremern die Möglichkeit geben, ihre Themen zu besprechen, ihre Fragen zu stellen, Beobachtungen zu teilen, ihre eigenen und die neuen Lebenswelten zu reflektieren und Antworten auf die Frage finden: wie wollen wir hier leben?

Federführend geleitet werden die Gesprächskreise von "Brückenbauern" aus den Herkunftsregionen, die einerseits die  Themen und Fragen aus ihren Communities recherchieren und die das Projekt bei den Menschen im Stadtteil persönlich bewerben können. Ergänzt wird die Moderation von einem/r Interkulturellen TrainerIn aus Bremen, die in der Gestaltung der Veranstaltung auf ihre Methodenvielfalt zurückgreifen und Themen wie Wahrnehmung/Stereotyp/kulturelle Wertegebundenheit in die Veranstaltungen integrieren kann. Es soll in dem Projekt nicht um die Vermittlung "deutscher Werte" gehen, sondern um eine gemeinsame Reflektion, um ein Verstehen und auch um ein Akzeptieren von Anderssein. Schließlich sollen die Teilnehmenden des Projektes sich aktiv in der neuen Lebenswelt verorten können, sie sollen durch die thematisch anschließenden Exkursionen Möglichkeiten und Orte für ein aktives Zusammenleben kennenlernen und so ihr Leben in Bremen selbst in die Hand nehmen können.

Das Projekt beinhaltet verschiedene Formate: Gesprächskreise in regional homogenen Gruppen, in Bremer, aber auch Gesprächskreise zwischen alten und neuen Bremer Eltern in einem Kindergarten.

Themen:

  • Kann man Kultur verlieren? Wie wollen wir hier leben?
  • Was dürfen deutsche Kinder? Kindererziehung hier und im Heimatland.
  • Gesundheit für meine Familie
  • Unsere Zukunft: das Leben wieder selbst in die Hand nehmen.

Flyer: Unsere Zukunft in Bremen

Kontakt:

Vera Kuenzer
Fakultät 1
Werderstraße 73
28199 Bremen
Raum B37

Tel.: +49 (0)421 – 5905-4412
E-Mail: vera.kuenzer@hs-bremen.de

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